Thüringer Leerstellen

Im Freistaat werden derzeit 10 900 Ausbildungsplätze angeboten - es gibt aber nur 8200 Bewerber

  • Von Peter Althaus, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Früher suchten junge Leute Lehrstellen, heute suchen die Unternehmer junge Leute. Zunehmend auch im Ausland, weil sonst noch mehr Ausbildungsplätze frei bleiben - Beispiele aus Thüringen.

Erfurt. Thüringer Unternehmen wollen künftig mehr junge Leute aus dem Ausland für eine Ausbildung gewinnen. »Besonders in der Dienstleistungsbranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe fehlt es an qualifizierten Bewerbern«, sagte der Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Thomas Fahlbusch, in einer dpa-Umfrage.

Doch auch in den meisten anderen Branchen bestehe ein Mangel an Kandidaten. Nach Angaben der Landesarbeitsagentur haben sich im Freistaat bis Mitte März 8200 Lehrstellenbewerber gemeldet. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze stieg um sechs Prozent auf etwa 10 900. Damit setzte sich der Trend des vergangenen Jahres fort.

»Es besteht ein hohes Risiko, dass der gestiegene Ausbildungsbedarf der Thüringer Unternehmen nicht gedeckt werden kann«, erklärte der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius. »Wir schauen uns daher auch im Ausland für unsere Mitglieder um«, sagt...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.