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Gefahr durch Landminen

Heute ist der Internationale Tag zur Aufklärung über Minengefahr

Beinprothesen beim Cambodian Trust Limb Project in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Hier werden Opfer von Minen und Blindgängern kostenlos betreut. Allein die US-Luftwaffe warf während des Vietnamkriegs 2,8 Millionen Tonnen Bomben im Osten Kambodschas ab. Ein Drittel davon ist nicht detoniert. Landesweit gibt es etwa 43 000 Minenopfer.
Beinprothesen beim Cambodian Trust Limb Project in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Hier werden Opfer von Minen und Blindgängern kostenlos betreut. Allein die US-Luftwaffe warf während des Vietnamkriegs 2,8 Millionen Tonnen Bomben im Osten Kambodschas ab. Ein Drittel davon ist nicht detoniert. Landesweit gibt es etwa 43 000 Minenopfer.

Mit einer internationalen Petition wollen die Koalition gegen Streubomben (CMC) und die Internationale Landminenkampagne (ICBL) alle Staaten dazu bewegen, den Verträgen von Ottawa und Oslo beizutreten. Außerdem sollen alle Unterzeichnerstaaten der Abkommen, darunter Deutschland, sie konsequent umsetzen und auch Investitionen in Firmen anderer Länder, die Streubomben herstellen, gesetzlich ausschließen. Bis 2011 wurde die Petition von über 750 000 Menschen unterzeichnet.

Mit der Kampagne »Zeig dein Bein« demonstrieren seit Anfang März weltweit Tausende Menschen ihre Solidarität für die rund 500 000 Minenopfer – durch eine einfache Geste, ein aufgeschlagenes Hosenbein.

Höhepunkt der Kampagne, die von der Internationalen Landminenkampagne ICBL initiiert wurde, sind öffentliche Aktionen, die heute um 12 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin, in München, Nürnberg und 70 Ländern weltweit stattfinden.

Weitere Infos zum Aktionstag und zur Petition unter: www.zeigdeinbein.de


● 72 Staaten und sieben umstrittene Gebiete sind laut Landminen-Monitor 2011 noch von Minen betroffen.

● 1999 bis 2009 gab es mindesten 73 576 Unfälle in 119 Ländern.

● 45 Prozent der Opfer sind Kinder.

● Länder, die 2010 noch Anti-Personen-Minen herstellten: China, Kuba, Indien, Iran, Myanmar, Nordkorea, Pakistan, Russland, Singapur, Südkorea, USA, Vietnam.

● 1999 ist der Vertrag von Ottawa über das Verbot von Anti-Personen-Minen in Kraft getreten. Er verbietet Produktion, Lagerung, Einsatz und Export von Anti-Personen-Minen und trifft Regelungen für die Räumung betroffener Gebiete und die Unterstützung der Opfer. Bis Anfang 2012 haben ihn 160 Staaten unterzeichnet, 159 auch ratifiziert.

● 39 Staaten haben noch nicht unterzeichnet: Ägypten, Armenien, Aserbaidshan, Bahrein, China, Finnland, Georgien, Indien, Iran, Israel, Kasachstan, Kirgistan, Kuba, Laos, Libanon, Libyen, Marokko, Mikronesien, die Mongolei, Myanmar, Nepal, Nordkorea, Oman, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Südkorea, Syrien, Tonga, die USA, Usbekistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.

● Im August 2010 ist zudem der Vertrag von Oslo in Kraft getreten, für ein internationales Verbot von Streumunition. 111 Staaten haben ihn unterzeichnet, 70 ratifiziert, darunter Deutschland.

SODI / Handicap International

Siehe: Schluss mit diesem Wahnsinn - Der Sänger Sebastian Krumbiegel über den Einsatz gegen Landminen

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