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Warten auf Kleist

Neubau des Museums in Frankfurt (Oder) verzögert sich

  • Von Leticia Witte, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Der 5,4 Millionen Euro teure Neubau am Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) verzögert sich zwar, die Besucher müssen aber nicht auf Ausstellungen verzichten. Das kündigte Direktor Wolfgang de Bruyn an. »Wir bauen bei laufendem Betrieb.«

Ursprünglich sollte die neue Dauerausstellung über Leben und Werk Heinrich von Kleists (1777-1811) in dessen Geburtsstadt im ersten Quartal 2013 in dem Bau eröffnet werden. Wegen der Bauverzögerung sei damit vermutlich erst ab Oktober nächsten Jahres zu rechnen.

»Es klafft eine Lücke. Wir müssen aber flexibel reagieren«, sagte de Bruyn. Daher könnten die Museumsbesucher bis zur Eröffnung mit einer weiteren Ausstellung rechnen, denn wie geplant solle die Schau über Kleist und die Schweiz im November 2012 beendet werden. Was die Gäste bis zum Beginn der Dauerausstellung erwartet, sei bisher allerdings noch offen.

Als einen Grund für die Bauverzögerungen gab der Museumsdirektor den vergangenen Wintereinbruch an. Außerdem seien auf der Baustelle Funde bei archäologischen Untersuchungen gemacht worden. »Im August, September feiern wir Richtfest«, kündigte de Bruyn an. Der Neubau direkt am bestehenden Museum solle dann im Mai oder Juni 2013 bezogen werden. Die Summe von 5,4 Millionen Euro werde nicht überschritten.

Der symbolische erste Spatenstich war zu Beginn des Kleist-Jahres 2011 anlässlich des 200. Todestages des Dichters gesetzt worden. Der Neubau, der mit dem bestehenden Haus verbunden wird, soll künftig bessere Bedingungen für die Exponate bieten. Geplant ist zum Beispiel im Untergeschoss ein klimatisierter und gegen Hochwasser geschützter Spezialraum für das Archiv.

Das an der Oder gelegene Haus verfügt den Angaben zufolge mit seinen mehr als 34 000 Bestandseinheiten in Sammlungen und Bibliothek über »die derzeit umfangreichste Dokumentation zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld«.

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