Zwischen Dominanz und Pyrrhos-Sieg

Die Türkei ist zur regionalen Großmacht aufgestiegen - und spielt vielleicht auf zu vielen Hochzeiten

  • Von Knut Mellenthin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ob es in Nahost um Gaza, Iran oder Syrien geht - die Türkei hat sich in der Regierungszeit von Ministerpräsident Erdogan (seit 2003) zu einem politischen Faktor entwickelt, an dem keiner vorbeikommt, der in der Region eine Rolle spielen will. Doch die Türkei blickt auch nach Westen - und könnte an dem Spagat zwischen NATO und islamischer Welt scheitern.

Die Konferenz der »Freunde Syriens«, zu der sich vor wenigen Tagen Vertreter von fast 80 Staaten in Istanbul versammelten, kann von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan als Heimsieg verbucht werden. Er hatte schon 2011 damit begonnen, die Türkei als Hinterland eines gewaltsamen Umsturzes im benachbarten Syrien zu positionieren. Bei dem Regimewechsel, auf den USA, EU und arabische Ölmonarchien hinarbeiten, spielt Ankara eine Schlüsselrolle.

Aber es könnte Erdogan mit diesem Erfolg letztlich so gehen wie vor 2300 Jahren dem griechischen König Pyrrhos, der nach einer gewonnenen Schlacht gegen den aufsteigenden römischen Staat ahnungsvoll seufzte: »Noch so ein Sieg - und ich bin verloren.« Denn falls es den in Syrien herrschenden Kräften um Präsident Baschar al-Assad gelingen sollte, der bewaffneten Opposition eine militärische Niederlage beizubringen und zugleich längst überfällige politische und gesellschaftliche Reformen einzuleiten, ...

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