Armin Osmanovic, Johannesburg 12.04.2012 / Politik

Drohende Massenabschiebung

Südafrika verschärft seine Politik gegen simbabwische Flüchtlinge

In Südafrika wird der Asylstatus für Flüchtlinge aus Simbabwe nicht ohne Weiteres verlängert. Wer keine neuen, gültigen Ausweispapiere hat, wird abgeschoben.

Lange hatte Südafrika auf Ausweisungen von Migranten aus dem nördlichen Nachbarland verzichtet, da die soziale Lage für viele Menschen in Simbabwe sehr schwierig ist. Mehr als die Hälfte der Simbabwer ist weiter ohne Arbeit. Aber auch in Südafrika ist die Arbeitslosigkeit hoch und der Druck wächst auf die Regierung, Migranten abzuschieben.

Zwar erholt sich die Wirtschaft in Simbabwe von Hyperinflation und Kapitalflucht, doch die Suche nach Arbeit bleibt sehr schwierig. Die Wirtschaft des Landes war infolge der umstrittenen Landreform, der Enteignung weißer Siedler durch die Regierung des seit 1980 regierenden Präsidenten Robert Mugabe und der gewaltsamen politischen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Regierungspartei ZANU-PF und der Oppositionspartei MDC nach den Wahlen 2008 in die Krise gestürzt.

Seit 2009 besteht eine Regierung der nationalen Einheit aus ZANU-PF und MDC und die wirtschaftliche Lage in Simbabwe hat sic...

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