Velten Schäfer 13.04.2012 / Politik

Riesengroß und winzig klein

An den Piraten Mecklenburg-Vorpommerns geht der Boom der Bundespartei so ziemlich vorbei

Bundesweit fliegt die Piratenpartei gerade hoch - doch in Mecklenburg-Vorpommern kann man die Piraten im Normalmaß beobachten: Sie debattieren um 200 Euro Fahrtkosten für den Vorstandsvorsitzenden, müssen ihren einzigen Mandatsträger dringend loswerden und stellen darüber die inhaltliche Debatte ein.

Wer als Standard-Internetnutzer die Piratenpartei in Mecklenburg-Vorpommern besuchen will, bekommt einen riesigen Schreck. Eine Sicherheitswarnung, welche die Seite, die man da aufrufen will, als hochgradig dubios einstuft: Sie verwende nicht vertrauenswürdige »Zertifikate«.

Wer sich dennoch weiter wagt, erfährt den Hintergrund. Der Landesverband nimmt an einem Pilotprojekt mit gemeinnütziger Software teil, die Besucher von Piraten-Seiten besser schützen soll. Die Schrecksekunde ist also heilsam: Hinfort wird der Besucher sich fragen, wie weit voreingestellten Kaufprogrammen zu trauen ist, die angesichts gemeinnütziger Schutzsoftware Alarm schlagen.

So könne »das Surfen im Internet oder das Versenden von E-Mails gegen Dritte gesichert werden«, erklärt der Vorstand das Projekt: »Die breite Nutzung von Verschlüsselung ist die beste Möglichkeit der sicheren Kommunikation.« Das leuchtet ein, und die Piraten könnten nun mit einem ...

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