Christa Luft 16.04.2012 / Kolumnen
Kurz, Nick, Luft & Hickel

Neues ökonomisches Denken

»Die Finanzkrise hat die Defizite der neoklassischen Wirtschaftslehre offengelegt.«

Die Finanzkrise hat auch die Defizite der herrschenden neoklassischen Wirtschaftslehre offengelegt. Diese sieht Marktmächte als Naturgegebenheit und den Menschen als eigennützigen Homo oeconomicus. Damit erstarrt sie in Realitätsferne und gibt für Wirtschaftspolitik und -praxis Fehlorientierungen. Eine Neuausrichtung ist überfällig. Primär geht es darum, die Ökonomie aus ihrer Allmachtstellung wieder als Teilsystem in die Gesellschaft einzubetten, dem »ökonomischen Imperialismus« ein Ende zu setzen, wie es Thomas Straubhaar formuliert. Mit solcher Forderung ist der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts in Ökonomenzunft in Deutschland allerdings ziemlich allein. Sie entspricht eher dem Ton des kürzlich veröffentlichten Aufrufs von 98 besorgten, nicht dem Mainstream folgenden Wissenschaftlern zu einer Erneuerung der Lehre, die »sich dogmatisch verkapselt hat«.

Wirtschaftsdaten müssen als soziale Verhältnisse und nicht n...

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