Max Böhnel, New York 17.04.2012 / Politik

Wahlkampf zum »tax day« in den USA

Präsident Obama setzt seinen republikanischen Herausforderer Romney auch mit Steuererklärungen unter Druck

Am Dienstag haben viele Postämter in den USA ausnahmsweise bis Mitternacht geöffnet. Denn es ist »tax day«, der letzte Tag, um die Steuererklärung für das abgelaufene Jahr auszufüllen und mit Poststempel versehen abzuschicken. Ein Thema auch für den Wahlkampf.

Dieses Ritual wird alljährlich von Millionen US-Amerikanern vollzogen, aus der Mittel-, vor allem aber aus den unteren Schichten. Der »tax day« gilt vielen auch als Unterwerfungsgeste gegenüber den Finanzämtern. Grob gerechnet zahlt der Durchschnittsamerikaner ein Drittel seines Einkommens an Steuern. Da das, was er dafür vom Staat an Fürsorge, Leistungen, Infrastruktur und Zuschüssen zurückerhält, weitaus geringer ausfällt als etwa in Westeuropa, ist das öffentliche Klagen über von oben diktierte Steuerzahlungen auch lauter. An diesem »tax day« finden deshalb an vielen Orten Protestaktionen von Anhängern der rechten »Tea Party« statt, die sich über Washingtoner Steuerdiktate echauffieren. Aber der Tag wird auch von einigen Anhängern der linken »Occupy«-Bewegung aufklärerisch genutzt, um über soziale Ungleichheit und ungerechte Steuerpolitik zu informieren.

Sieben Monate vor den Präs...

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