Werbung

Steigende Preise - wo draufgezahlt wird

Energiepreise 1

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Trend zu höheren Strompreisen setzt sich auch im Frühjahr fort. Bereits zum 1. März verteuerte sich der Strombezug bei mehr als 115 Versorgern.

Nach Erhebungen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de haben zudem mindestens 120 weitere Unternehmen entsprechende Preisschritte für April und Mai angekündigt. Im Rahmen der anstehenden Erhöhungen klettern die Strompreise im Durchschnitt um 3,5 Prozent nach oben. Vereinzelt betragen die Aufschläge sogar bis zu 9,8 Prozent.

Doch viele Verbraucher haben bislang weder einen alternativen Anbieter gewählt, noch sind sie in einen günstigeren Tarif ihres regionalen Versorgers oder Stadtwerks gewechselt, informiert toptarif.de. Wie die alljährlichen Auswertungen der Bundesnetzagentur zeigen, beziehen noch immer mehr als vier von zehn Haushalten Strom im Rahmen der gesetzlichen Grundversorgung. Dabei gehören Grundversorgungstarife oftmals zu den teuersten Produkten vor Ort.

Neben der zumeist teuren Grundversorgung bieten die lokalen Stromunternehmen in der Regel auch preiswertere Tarifmodelle an und informieren ihre Kunden in regelmäßigen Abständen über mögliche Alternativen.

Bei einem Wechsel hin zu solchen Wahltarifen können Verbraucher im bundesweiten Mittel derzeit knapp sechs Prozent ihrer jährlichen Stromkosten sparen. So fallen für einen dreiköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh Strom im gesamtdeutschen Durchschnitt rund 926 Euro in den Grundversorgungstarifen an. Die günstigsten Wahlangebote der örtlichen Grundversorger kosten hingegen nur 876 Euro.

Wie teuer die Tarife der gesetzlichen Grundversorgung im Vergleich zu den Angeboten der Wettbewerber sind, macht eine Auswertung von toptarif.de für die jeweils fünf größten Städte der einzelnen Bundesländer deutlich.

Im Ergebnis zeigt sich, dass durchschnittlich 75 Wettbewerber alternative Stromprodukte anbieten, die günstiger sind als die Basistarife der lokalen Versorger. Vergleichsweise gut schneiden lediglich die Stadtwerke in Regensburg, Dresden, Osnabrück, Wittenberg und Flensburg ab, deren Grundversorgungstarife »nur« von 50 oder weniger Wettbewerbern preislich unterboten werden.

Häufig können Verbraucher sogar mehr als ein Dutzend alternativer Anbieter finden, mit denen sich die Stromkosten um mindestens 100 Euro jährlich senken lassen - selbst wenn einmalige Bonuszahlungen für den Anbieterwechsel in der Berechnung nicht berücksichtigt werden.

Entscheiden sich Stromkunden in den untersuchten Städten für das jeweils günstigste verfügbare Angebot, kann die Haushaltskasse bei einer Abnahmemenge von 3500 kWh im Schnitt um 138 Euro pro Jahr entlastet werden.

Um die Wahl eines neuen Stromversorgers noch transparenter und einfacher zu gestalten, sollen Kunden zukünftig von besseren Kündigungsbedingungen und einer geringeren Wechseldauer profitieren. So ist beispielsweise geplant, die Kündigungsfrist bei den Grundversorgungstarifen von vier auf zwei Wochen zu senken.

Gleichzeitig soll der Anbieterwechsel zu jedem Werktag möglich sein und nur noch maximal drei Wochen dauern (ab Ummeldung beim Netzbetreiber). Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 30. März den neuen Regeln zur Verkürzung der Kündigungsfristen bei Strom und Gas zugestimmt.

Gegenwärtig liegt die Dauer des Wechselprozesses in der Regel bei sechs bis zehn Wochen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!