Massenmörder sieht sich als Held

Breivik präsentiert im Gericht seine krude Weltsicht und rechtfertigt seine Taten als Notwehr

  • Von André Anwar, Oslo
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der norwegische Islamophob und Massenmörder Anders Behring Breivik hat seine Tat am Dienstag gerechtfertigt. Er verteidigte sie als Notwehr gegen Islam und die multikulturelle Gesellschaft.

Der zweite Tag des Breivik-Prozesses am Osloer Amtsgericht hat mit einem Skandal begonnen. Die Verteidigung stellte am Dienstag zu Beginn einen Befangenheitsantrag gegen einen der Schöffen. Laienrichter Thomas Indrebö musste daraufhin ausgewechselt werden, weil er nach den Terroranschlägen im vergangenen Sommer im Internet die Todesstrafe gefordert hatte. Offensichtlich hatte das Amtsgericht ausgerechnet bei Norwegens historisch wichtigstem Strafprozess die Laienrichter nicht gründlich genug ausgewählt. Eine Zuhörerin im Publikum flüsterte denn auch: »Hätte man die Schöffen nicht vorab googeln können?«

Nach einer kurzen Unterbrechung kam gestern Vormittag dennoch die große Stunde, auf die Breivik so lange gewartet hatte. Er durfte der Öffentlichkeit ein Propagandapapier gegen die Einwanderung von Muslimen nach Europa vorlesen. »Ich bin ein Held. Ich kämpfe gegen die islamische Kolonialisierung Europas«, so der Angeklagte.

Die Er...

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