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Wittstock (epd/nd). Brandenburg wird weiter mit einer Reihe rechter Aufmärsche überzogen. Nach Brandenburg/Havel, Frankfurt (Oder) und Neuruppin wollen Neonazis am 1. Mai nun durch Wittstock ziehen. Anmelder sind die Freien Kräfte Neuruppin, wie die Polizei bestätigte. Unter dem Motto »Lebenswerte Region - Lebenswerte Stadt« ruft die Stadt Wittstock deshalb zu vielfältigen Protestaktionen an diesem Tag auf.

Unterstützt durch die Koordinierungsstelle »Tolerantes Brandenburg« soll eine Veranstaltung »mit gelebter Willkommenskultur, kultureller Vielfalt und einem toleranten Miteinander in einer familienfreundlichen Stadt stattfinden«, heißt es im Aufruf. Unterstützt wird der Aufruf von zahlreichen Initiativen, Kirchen, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen. Die LINKE nehme teil, »weil wir Nazis keinen Fußbreit öffentlichen Raum überlassen werden! Nirgends und niemals«, erklärte die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann.

Das Wittstocker Bündnis gegen Rechtsextremismus plant unter anderem eine Andacht für die Opfer rechter Gewalt auf dem Marktplatz und ein Gedenken vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus. Auf dem Programm stehen zudem ein Essen im Haus der Begegnung und eine Vorführung des Films »Roots Germania« mit der Regisseurin und Fernsehmoderatorin Mo Asumang.

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