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Deutlich mehr Straftaten in Berlin

(dpa/nd). Die registrierten Straftaten haben in Berlin wieder deutlich zugelegt. Die Polizei verbuchte im vergangenen Jahr insgesamt 494 385 Fälle - das sind 19 346 Delikte oder 4,1 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. Dies geht aus der jüngsten Kriminalstatistik hervor. Die Kriminalexperten führen den Anstieg vor allem auf die starke Zunahme von Diebstählen zurück. Hier stieg die Zahl um 11,9 Prozent oder 22 571 Delikte auf 213 008. Demnach gab es in der Hauptstadt alle zweieinhalb Minuten einen Diebstahl. Nur jeder vierte Fall wurde aufgeklärt. Insgesamt sank die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr von 48,4 auf 46,1 Prozent. Das ist ein Minus von 2,3 Punkten.

Einen deutlichen Anstieg verzeichnete die Polizei auch im Bereich politisch motivierte Kriminalität: Insgesamt nahm diese von 2441 auf 3267 Fälle zu. Laut Polizeistatistik gingen 1345 Taten auf das Konto von Linksradikalen - ein Anstieg um 64 Prozent. Die Ermittler bringen viele Fälle mit Protesten gegen die Aufwertung von Stadtquartieren in Zusammenhang. Mit 1157 Taten (plus 20 Prozent) ging rund ein Drittel auf das Konto von Neonazis.

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