Christoph Links 21.04.2012 / Debatte

Freibeuter als Spalter

Zur Urheberrechts-Debatte: Wie die Piraten dreist versuchen, Autoren und Verleger zu entzweien

Piraten: auf einem Auge blind?

Die gerade im Aufwind befindliche Piratenpartei behauptet lautstark, das in Deutschland gültige Urheberrecht würde einseitig die Produzenten und Verleger begünstigen, weshalb es dringend reformiert, wenn nicht ganz abgeschafft werden sollte. So erklärte der Parteivorsitzende Sebastian Nerz am 29. März in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, das gegenwärtige Urheberrecht stelle die Produktionsfirmen und Verwertungsgesellschaften einseitig in den Vordergrund, wohingegen die Künstler benachteiligt würden. Enno Park, ein Netzaktivist der Piratenpartei, hatte bereits zuvor am 22. Februar im »neuen deutschland« verkündet, die Kreativen müssten üblicherweise »nahezu alle Rechte gegen ein pauschales Honorar abtreten«, ja es sei ihnen sogar wegen der Buchpreisbindung verboten, ihre E-Books im Netz zu einem frei wählbaren Preis anzubieten. »Das Urheberrecht begünstigt systematisch Content-Industrie und Verwertungsgesellschaften«, weshalb diese...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: