Katharina Dockhorn 25.04.2012 / Wirtschaft und Umwelt

Frankreich weist den Weg mit kostenfreien Warnungen

Reform des Urheberrechtsschutzes kommt nicht voran - Abmahnanwälte profitieren vom Status quo

Morgen ist der Welttag des geistigen Eigentums. Vor allem Wirtschaftsverbände nutzen diesen Tag, um für eine strenge Regelung des gewerblichen Rechtsschutzes zu werben. Derweil kommt die Urheberrechtsdebatte in Deutschland nicht recht voran.

Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Möglichkeiten - diese Vision von Marx soll zumindest in der digitalen Welt weiter Wirklichkeit sein, wenn es nach ACTA-Gegnern sowie Politikern von LINKE, Grünen und Piraten geht. Mit Verweis auf die Freiheit des Informationsaustausches im Netz plädieren sie für ein neues Urheberrecht, das die Interessen der Nutzer ins Zentrum stellt oder zumindest einen »Ausgleich« mit den Rechten der Urheber schafft. Vertreter von Journalisten, Musikern, Schriftstellern und Filmschaffenden wenden ein, sie müssten von ihrer Arbeit und den Rechten leben. Diese Haltung teilt Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Durch illegale Nutzung urheberrechtsgeschützter Werke entstehen jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Allein das 2011 geschlossene Filmeportal »kino.to«, gegen dessen Chef im Mai der Prozess beginnt, hatte täglich mehr als vier Millionen Nutzer. Viele Jugendliche merken indes nicht, dass sie im Int...

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