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Abschiebestopp nach Ungarn gefordert

Frankfurt am Main (epd/nd). Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl fordert die Bundesregierung auf, Abschiebungen von Flüchtlingen nach Ungarn sofort zu stoppen. Ein am Dienstag erschienener Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks in Budapest dokumentiere die rechtswidrige Inhaftierung von Asylsuchenden, Misshandlungen in der Haft und die Gefahr von Kettenabschiebungen, teilte Pro Asyl mit. Der Bericht belege, dass im vergangenen Jahr zwei Drittel aller Asylsuchenden ihr Schutzgesuch in Haft stellen mussten. Effektive Rechtsmittel gegen die Verhängung der Abschiebungshaft würden verweigert. Der Bericht dokumentiere Misshandlungen, das Verabreichen von Beruhigungsmitteln und elende soziale Aufnahmebedingungen. EU-Staaten wie Deutschland schieben Flüchtlinge nach Ungarn ab, wenn diese von dort eingereist waren.

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