Glockenläuten als Therapie

Vor zehn Jahren tötete ein Amokläufer am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen

Gedenktafel am Erfurter Gutenberg-Gymnasium

»Es war wie jeden Tag. Er hat ganz normal Tschüss gesagt ... Er ist sonst auch so in die Schule gegangen ...« berichtete Roberts Mutter bei ihrer Vernehmung durch die Kriminalpolizei.

Diesmal ging Robert Steinhäuser, der schon vor einiger Zeit wegen zu schlechter Leistungen vom Gymnasium relegiert worden war, bewaffnet seinen Weg. In der Schule wurden gerade Abiturarbeiten geschrieben. Er jedoch war gefeuert, nicht zugelassen, weil überfordert. Er hätte die Aufgaben ohnehin nicht bewältigt.

Robert fühlte sich zum Rächer berufen, wurde zur Killermaschine. Mutmaßlich eingestimmt durch das einstündige Morgentraining mit seinem virtuellen Lieblings-Ego-Shooter-Spiel »Quake«, startete er zum Feldzug. Warum?

Die 17. Kerze ist umstritten

Die Psychologen vom Bundeskriminalamt und von der Thüringer Polizei sagen, er habe sich zu einer Persönlichkeit entwickelt, die in vielen Bereichen keine oder zu wenig Kompetenzen erworben hat. E...


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