Spätstart gegen Spekulanten

Länder-Agrarminister debattieren über Bodenpreisentwicklung und EU-Pläne

  • Von Velten Schäfer, Konstanz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit Jahren gibt es Warnungen vor der Bodenspekulation im Osten, die Landwirtschaftsbetriebe am Erwerb benötigter Ackerflächen hindert. Bisher wurde das Problem verdrängt, doch nun machen auch CDU-Landesminister Druck.

Das Problem ist nicht neu: Seit Jahren steigen die Preise für Ackerland - vor allem im Osten der Republik. Als einer der Gründe gilt, dass zunehmend Finanzakteure in Geschäfte mit Ackerland einsteigen. Die Flucht in Boden und Beton gibt es überall, doch im Osten ist besonders viel zu verkaufen, weil dort die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) die Reste der Volkseigenen Güter (VEG) bis 2025 auftragsgemäß meistbietend privatisiert, was dem Bund zuletzt 400 000 Euro im Jahr einbrachte. Doch mit den Preisen, die in solchen Konkurrenzen entstehen, können weder kleinbäuerliche Betriebe noch größere Agrargenossenschaften mithalten.

Lange wurde das Thema nicht besonders ernst genommen, jetzt könnte der Wind zu drehen beginnen. Laut »Spiegel« tritt bei der heute zu Ende gehenden Agrarministerkonferenz in Konstanz am Bodensee eine Reihe von ostdeutschen Ministern gegen die Preissteigerungen auf. An der »Spitze der Be...


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