René Heilig 30.04.2012 / Inland

Mit Mistgabeln gegen rechte Ballermänner

Zwei Polizisten wurden in Kahla zu einem Einsatz gerufen - auf einen Schießstand für Neonazis

Das Thüringer Innenministerium scheint noch immer ehemalige Nazis, die V-Leute des Verfassungsschutzes waren, zu schützen.

Noch heute finden sich Reste vom ehemaligen Nazi-Schießstand.

Es war an einen Sonntag im Juli 1998 in Kahla. Zwei Polizisten namens Müller und Mayer erhielten gegen 17:30 Uhr den Auftrag, einen Streit unterhalb der Leuchtenburg zu schlichten. Immer wieder hatte es da Ärger ob der Flurrechte gegeben. Auf einem abgelegenen Grundstück nahe dem Lobschützer Grundweg trafen sich über Jahre hinweg junge Leute mit obskurem Outfit. Sie parkten mit ihren Autos alles zu. Bis zu 20 Wagen zählten Anwohner.

An jenem Nachmittag eskalierte der Streit. »Bei unserem Eintreffen waren mehrere Jugendliche in Tarnanzügen und kurzen Haaren sowie ein Herr... aus Kahla am Ort«, notierten Müller und Mayer. Dann folgt eine Auflistung aller Beteiligten. Obenan steht: »Brandt, Tino ...«. Geburtstag und Adresse lassen keinen Zweifel zu - es handelte sich um den Spitzenmann der Thüringer Anti-Antifa, aus dem der ebenso militante wie rechtsextreme Thüringer Heimatschutz hervorging. Doch Brandt fuhr zweigleisig. 200 000 D-M...

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