Invasion von innen

Bolognareform und der »Teufelskreis der Bürokratie«

Mehr Mobilität, mehr Transparenz und vor allem mehr Geld bräuchten die europäische Hochschulen, heißt es in der Abschlusserklärung der 8. Ministerkonferenz des Bolognaprozesses. Das Rezept ist altbacken, nicht viel Neues ist seit dem letzten Treffen in Wien 2010 hinzugekommen.

Sie wirkten etwas verloren in den hohen Hallen, die etwa 400 Teilnehmer aus über 50 Ländern, die letztes Wochenende in Bukarest zusammenfanden. Kein Wunder, Tagungsort war der rumänische Parlamentspalast, den der Diktator Nicolae Ceauşescu Mitte der 1980er Jahre erbauen ließ und den die Rumänen ob seiner schieren Größe das »Monster« nennen. Heute ist der Palast ein Magnet für Touristen. Vergangenes Wochenende ging es aber auch in den Straßen vor dem Palast eher ruhig zu. Anders als in Wien 2010 zogen keine Studentenmassen protestierend durchs Zentrum, obwohl es genug Anlass zum Protest gegeben hätte. Die Entfernung der Macht von der Realität des Lebens spiegelt sich in der Wahl des Ortes gut wider, auch der Bolognaprozess in seinem dreizehnten Jahr ist zu einem bloßen Machtinstrument, fern von der universitären und sozialen Wirklichkeit verkommen.

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