Ralf Klingsieck, Paris 05.05.2012 / Ausland

Hollande auf der Zielgeraden

In Frankreich könnte wieder ein Sozialist Präsident werden

In den zweiten und entscheidenden Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl am Sonntag geht der sozialistische Herausforderer François Hollande als Favorit. Allerdings ist der amtierende Staatschef Nicolas Sarkozy noch nicht geschlagen. Der muss auf die Unentschlossenen hoffen - und auf jene Wähler, die in der ersten Runde vor zwei Wochen für die Rechtsextreme Marine Le Pen stimmten.

Im vergangenen Oktober wollten noch 62 Prozent der befragten Wähler für François Hollande votieren und 38 Prozent für Nicolas Sarkozy. Mitte April lag das Verhältnis bei 56 zu 44 und in der letzten Umfrage zwei Tage vor dem Wahltag bei 52,5 zu 47,5. Das zeugt von der ungeheuren Energie, die Sarkozy entwickelt hat, um seine Abwahl zu verhindern - dabei scheute er auch vor hasserfüllter Demagogie nicht zurück. Im ersten Wahlgang am 22. April hatten Sarkozy 27,08 und Hollande 28,63 Prozent der Stimmen geholt. Die notwenige absolute Mehrheit hatten beide damit klar verfehlt.

Der Präsident hat es vermieden, auf die Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit einzugehen, die der Grund für die Ablehnung ist, der er sich gegenübersieht. Statt dessen konzentrierte er sich darauf, seinen Herausforderer zu diskreditieren, indem er ihn als blass, unentschlossen und wankelmütig darstellte. Vor allem schoss sich Sarkozy auf das Wirtschafts- und Sozial...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: