Hendrik Lasch, Merseburg, und Velten Schäfer, Rostock 07.05.2012 / Politik

Das 500-Millionen-Ding

Linkspolitiker haben eine Genossenschaft für verkaufsbedrohte Treuhand-Mieter gegründet. Nun sind sie auf Werbetour

Die Säle sind voll, wenn die in Gründung befindliche Wohnungsgenossenschaft für TLG-Mieter dieser Tage im Osten vorgestellt wird. Doch die finanziellen Größenordnungen des Vorhabens verursachen auch Schwindelgefühle bei manchen Mietern.

Wer bekommt den Zuschlag für die 11 500 Wohnungen der staatseigenen TLG?

Die böse Überraschung kam bei der Rückkehr aus dem Urlaub. Da erfuhr Werner Schubert, dass seine Wohnung verkauft werden soll. Seit 45 Jahren wohnt der frühere Dreher in der Merseburger Gartenstadt: »Ich bin der Älteste im Haus«, sagt er. Mit der Wohnung ist er sehr zufrieden: »Voll saniert, 4,40 Euro pro Quadratmeter.« Auch mit dem Vermieter gab es keine Probleme. Die Häuser, einst als Werkswohnungen für das Buna-Chemiewerk gebaut, gehören jetzt der bundeseigenen Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft, wie an den Giebeln der Gebäude verkündet wird: »TLG - Stark im Osten«, ist dort zu lesen.

Lange gilt der Slogan nicht mehr: Der Bund will sich von der TLG trennen. 11 500 Wohnungen in 42 ostdeutschen Städten stehen zum Verkauf. 1435 davon liegen in Merseburg, wo die TLG bisher drittgrößter Vermieter ist. Nach dem Urlaub hat Werner Schubert davon in der Zeitung gelesen. Am Abend sitzt er deshalb nun im Saal des Merseburger Ständehauses, ...

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