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Nazi-Terror als »Kriegsfolgeschaden«

Nun beginnt angeblich das große Gegensteuern

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Das »Runterrechnen« der rechtsextremen Gewalt hat Tradition in der Bundesrepublik Deutschland. 182 Todesopfer rechter und rassistischer Gewalt sind seit 1990 zu beklagen. Die Regierung anerkennt lediglich 59. Sieben Jahre lang konnten Neonazi-Terroristen morden und rauben, die Sicherheitsbehörden waren unfähig, sie zu stoppen. Nur unfähig?

Nein, um seinen Job mache er sich keine Sorgen, sagt Thomas Sippel. Der Thüringer Verfassungsschutzchef räumte dieser Tage - auch weil die Veröffentlichung des hier empfohlenen Buches anstand - erstmals öffentlich Fehler seiner Behörde bei der Suche nach dem sogenannten Terror-Trio aus Jena ein. Er war sogar bereit, zu konstatieren, dass es keine »Kunstfehler« gewesen seien. Die »Defizite« betreffen vor allem die Steuerung von Informationen und die fachliche Koordinierung bei der Suche nach den rechtsextremen Terroristen Sippel bezog sich darauf, dass der Thüringer Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt parallel nach dem untergetauchten Trio gesucht haben und schlussfolgerte: »Hier muss gegengesteuert werden.«

Oh ja, so sagen mehrere Autoren des vorliegenden Bandes und fordern schlichtweg die Auflösung des Landesamtes. Ihr wichtigstes Argument ist nachvollziehbar: Wenn der Inlandsgeheimdienst mit all seinen Agenten, Analytike...


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