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Sorbisches Weltwunder

Am 10. Mai 1945 wurde die Domowina wiederbelebt - mehrere Wochen vor den politischen Parteien

  • Von Hendrik Lasch, Crostwitz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Domowina wird 100 Jahre alt - auch, weil sie nach dem Krieg schnell die Arbeit wieder aufnahm. In Crostwitz wird heute daran erinnert.

Das »kleine Weltwunder« wurde auf einem Bauernhof mitten im Dorf Crostwitz vorbereitet. Dort trafen sich am 10. Mai 1945 führende Sorben, um nach acht Jahren erzwungener Untätigkeit die Domowina wieder ins Leben zu rufen. Nur zwei Tage nach dem offiziellen Ende des II. Weltkriegs hielten sie die erste Versammlung des Bundes Lausitzer Sorben ab, der eine Woche später von den sowjetischen Besatzungsbehörden auch offiziell zugelassen wurde - »und zwar drei Wochen, bevor die Parteien wieder genehmigt wurden«, sagt mit hörbarem Stolz der Historiker Peter Schurmann vom Sorbischen Institut in Cottbus.

»Opposition« in NS-Zeit

Es ist indes weniger dieses Tempo, das Schurmann von einem Wunder sprechen lässt. Vielmehr ist es die Tatsache, dass die Sorben nach der NS-Zeit überhaupt wieder an ihre Traditionen anknüpfen konnten, zu denen im Jahr 1912 die Gründung der Domowina gehört hatte. Sie verstand sich als Dachverband der vielen sorbischen ...


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