Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Wenn Papa im Gefängnis ist

In Baden-Württemberg unterstützt ein bundesweit einmaliges Modellprojekt Kinder von Häftlingen

  • Von Christine Süß-Demuth, epd
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit ihr Mann im Gefängnis ist, muss Daniela U. alles allein tragen: Geldprobleme, das Gerede und die Sorge um die Töchter. Hilfe findet die Familie beim in Deutschland einzigartigen »Eltern-Kind-Projekt Chance«.

90 Prozent aller Strafgefangenen sind Männer, etwa zwei Drittel sind Väter.

Karlsruhe. 30 Minuten können ganz kostbar sein und manchmal viel zu kurz - besonders aus Sicht von Kindern. 30 Minuten, alle vierzehn Tage: so lange dürfen die dreijährige Katja und die achtjährige Julia gemeinsam mit ihrer Mutter den Papa in der Untersuchungshaft besuchen. Und es gibt keine Ausnahme, auch nicht zu Weihnachten oder zum Muttertag.

Den Schock mildern

An solchen Tagen wird Daniela U. besonders schmerzlich bewusst, wie allein sie mit den Kindern ist. »Früher hatten wir eine heile Welt«, erzählt sie. Ihr Mann arbeitete als selbstständiger Unternehmer meist abends und war zum Mittagessen immer zu Hause. Von seiner Festnahme bekamen die Kinder nichts mit und wunderten sich: »Wo ist Papa?« - »Bei der Arbeit«, beschwichtigte die 29-Jährige ihre Töchter anfangs immer wieder. Vom Gefängnis wollte sie ihnen nicht erzählen.

Mittlerweile ist Daniela U. froh, dass sie ihren Kindern die Wahrheit gesagt hat und ihren Mann regel...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.