Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ein Weg zum Buch

Öffentliche LEA-Klubs helfen behinderten Menschen beim Lesen - ein Beispiel aus Hamburg

  • Von Annette Scheld, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor wenigen Monaten gründete sich der erste LEA Leseklub für behinderte und nichtbehinderte Menschen in Hamburg. Die Idee stammt aus den USA und hat sich vor allem im Kölner Raum verbreitet. Bundesweit gibt es 17 Klubs - es sollen mehr werden.

Hamburg. »Wo war Eulenspiegel? Immer wenn er etwas angestellt hatte, und die anderen ihn suchten, war Eulenspiegel längst auf und davon.« Anna Katzfuss liest langsam und verfolgt dabei die Buchstaben mit Zeigefinger und Lesezeichen. Die anderen, die mit ihr um einen Tisch sitzen, nicken. »Das habe ich mir schon gedacht«, sagt Kathrin Albrecht. »War ja immer so«, ergänzt Karin Fitter und beugt sich vor, um im Trubel des Cafés besser hören zu können.

Anna Katzfuss holt Luft: »Wieder zog er nun über Berg und Tal, an Flüssen entlang und quer durch Wälder und Felder. Bis er an einen Ort kam, wo er noch keinen Unfug getrieben hatte. Das holte er dann ganz rasch nach.« Jeden Sonntag trifft sich die 50-Jährige mit anderen Lesebegeisterten in einem Cafe im Hamburger Süden. Bei Kaffee, Kakao und Kuchen lesen sie gemeinsam und sprechen über die Lektüre. Sie sind der erste LEA Leseklub in Hamburg.

Die Heilpädagogin Anke Groß-Kunkel brachte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.