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Warum wir werden, was wir sind

Epigenetik eröffnet neuen Blick auf das Wechselspiel von Umwelt und Erbanlagen

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Lange schienen die im 19. Jahrhundert entdeckten Mendelschen Gesetze zu genügen, um die Vererbung von Merkmalen zu verstehen. Heute kennen wir die organischen Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin, die sich auf der von James Watson und Francis Crick 1953 entdeckten Doppelhelix der Desoxyribonukleinsäure (DNS) paarweise verbunden aneinanderreihen. Eine bestimmte Basenfolge codiert ein bestimmtes Eiweiß, damit schien der Bauplan des jeweiligen Organismus vorherbestimmt. Bis in die 90er Jahre, als das Humangenomprojekt zur Entschlüsselung des gesamten menschlichen Erbguts anlief, galt die Parole »Du bist deine fleischgewordene DNS«, wie es der britische Biologe Jack Cohen formulierte. Immer mehr »Risikogene« wurden für Krankheiten verantwortlich gemacht.

Bald jedoch erwies sich, dass es nicht so einfach ist. Schon in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts waren sogenannte »springende« Gene zuerst bei Maispflanzen gefunden worden, bew...


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