»Der Kapitalismus als System ist tot«

Joachim Paul über die Synthese konservativer und linker Ideen und Politik als technisches Problem

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Joachim Paul, Medienpädagoge und promovierter Biophysiker, war Spitzenkandidat der Piraten bei der NRW-Landtagswahl, wo die Partei am Sonntag 7,8 Prozent gewann. Über die Hoffnung auf alternative Lösungen, den Umbau des Sozialsystems und »Modellierungskompetenz« sprach mit ihm Thomas Blum.

Nur Nerd oder schon Menschmaschine? Der Informatiker.
nd: Warum wurden Sie in den Landtag gewählt?
Paul: Wir haben eine Menge Frust zu schultern. Die »Zornbürger« haben uns einen Vertrauensvorschuss gegeben. Bei der nächsten Wahl ist dann die Stunde der Wahrheit.

Zeigt die Zusammensetzung Ihrer Wählerschaft nicht, dass sehr unterschiedliche Wünsche auf die Piraten projiziert werden? Offenbar finden sich alle politischen Lager in Ihrer Partei wieder.
Ich finde das gut. Es ist in der Tat so, dass wir von der Union einige Wertkonservative haben, zum Teil tiefgläubige Menschen, die von der Politik der Union enttäuscht sind und ihre Ideen miteinbringen wollen. Da treffen schon mal wertkonservative auf linke und libertäre Ideen. Wir werden lernen müssen, den Dissens gegebenenfalls durch eine völlig andere, alternative Idee aufzulösen. Ein konkretes Beispiel: In Stuttgart gab es scheinbar, was den neuen Bahnhof betrifft, nur zwei Alternativen, entweder man lässt es so oder man legt einen Durchga...


Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 678 Wörter (4388 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.