Ideen statt Einfälle

Schwitzen auf Regionalkonferenz nach dem Rückzug von Oskar Lafontaine

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf Regionalkonferenzen formieren sich derzeit die Kräfte für den Parteitag der LINKEN, der am 2. und 3. Juni in Göttingen über die neue Führung entscheiden soll. Seit dem Rückzug Oskar Lafontaines haben sich die Bedingungen verändert. Die Landesverbände von Berlin und Brandenburg traf Lafontaines Botschaft am Dienstag noch ganz frisch.

Dicke Luft am Dienstagabend im nd-Gebäude am Franz-Mehring-Platz in Berlin. Und das liegt nicht nur an den Temperaturen im völlig überfüllten Münzenberg-Saal. Die Regionalkonferenz der Landesverbände von Berlin und Brandenburg, eine der derzeitigen Einstimmungsveranstaltungen vor dem Göttinger Parteitag, ist kurz nach der Mitteilung von Oskar Lafontaine zusammengetreten: Nicht länger steht er für den Vorsitz zur Verfügung. Eine Nachricht, die Klatschen und Buh-Rufe auslöst und mit offenbar weitreichenden Wirkungen auf den Blutdruck vieler Genossen. Die Nerven liegen blank, sobald es um den Zustand der Partei geht, um den Anteil, den die verschiedenen Seiten vermeintlich haben am Darniederliegen der Linkspartei.

Parteichef Klaus Ernst macht kein Hehl aus seiner Enttäuschung, sieht sich in seinen Vorwürfen bestärkt, die er bereits in den letzten Tagen geäußert hat. Für den »Zerfallsprozess« der Partei macht er die Vertreter des »Refo...


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