Melancholie

W. G. Sebald über sich selbst

  • Von Kai Agthe
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Er kam spät zur Literatur - und er mochte seine Vornamen Winfried Georg nicht. W. G. Sebald nannte er sich als Autor, von seinen Freunden ließ er sich »Max« rufen. 1944 in Wertach im Allgäu geboren, ist er im Dezember 2001 bei einem Verkehrsunfall in seiner englischen Wahlheimat gestorben.

Er kam spät zur Literatur, obwohl er dieser seit Studententagen eng verbunden war: Als Dozent und Professor für deutsche Literatur lehrte er viele Jahre an der Universität Norwich. Sein Debüt gab er 1988 mit den drei Großgedichten »Nach der Natur«. 1990 folgte mit »Schwindel. Gefühle« sein erster Prosaband. Weiten Leserkreisen bekannt wurde er spätestens 1992 mit den vier langen Erzählungen »Die Ausgewanderten«. Sebald weigerte sich, auch seine dickleibigen Bücher »Die Ringe des Saturn« (1995) und »Austerlitz« (2001) Romane zu nennen. Da gründlich recherchierte (Lebens-)Geschichten zu...


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