Hollande bringt Bewegung in die EU-Politik

Der französische Präsident glaubt, dass seine Vorschläge zu Eurobonds bald Anklang finden

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der EU-Sondergipfel in Brüssel war für den neuen französischen Präsidenten Hollande der erste große Auftritt auf europäischer Bühne. Obwohl es bei der Forderung nach Eurobonds keine Bewegung gab, glaubt Hollande an Unterstützung für seine Vorschläge.

Der französische Präsident François Hollande legt größten Wert darauf, sich für jedermann erkennbar von seinem Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy zu unterscheiden. So auch auf dem europäischen Parkett, wie sein erster EU-Gipfel am Mittwoch in Brüssel deutliche gezeigt hat.

Das fing schon damit an, dass er nicht im Regierungsjet angedüst kam, sondern demonstrativ bescheiden die Bahn nahm. Beim informellen Treffen selbst setzte er seinen Stil fort: Bescheiden und verbindlich im Umgang, aber hartnäckig bei der Verfolgung seiner Ziele. Sarkozy hat in der Runde der Staats- und Regierungschefs mehr als einmal bewusst einen Eklat provoziert, aber nie öffentlich Differenzen mit der Bundeskanzlerin eingeräumt. Dagegen stand Hollande auf der Reise nach Brüssel »der Sinn nicht nach einem Konflikt«, wie er Journalisten gegenüber betonte. Das hat ihn aber nicht gehindert, seine Positionen auf den Tisch zu legen, wohl wissend, dass sie sich diametral...


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