Velten Schäfer 30.05.2012 / Bewegung

Das gewisse blaue Buch

Von der Nicht-Einladung zur Doch-nicht-Ausladung: Ärger um die »Linken Buchtage«

Die »Linken Buchtage« in Berlin wollten den Hamburger Laika-Verlag wegen eines Buches über den Zwischenfall auf der »Marvi Marmara« ausschließen. Nach Protesten dürfte Laika jetzt wieder teilnehmen - will aber nicht mehr. Die Veranstaltung steht auf der Kippe.

Was haben der Historiker Moshe Zuckermann, die berühmte und vielfach ausgezeichnete Haaretz-Journalistin Amira Hass, der Linguist Noam Chomsky, der linksliberale amerikanische »The Nation«- und »Huffington Post«-Autor Adam Horowitz und die Harvard-Ökonomin Sara Roy gemeinsam? Ihr »Antisemitismus« ist so unerträglich, dass sie der deutschen Linken am besten gar nicht erst vorgestellt werden. Das hatte zumindest das Organisationskomitee der »Linken Buchtage« in Berlin beschlossen, das den Hamburger Laika-Verlag aufgrund des 2011 erschienenen Sammelbandes »Mitternacht auf der Marvi Marmara« von der Teilnahme an der Messe- und Diskussionsveranstaltung im Berliner Mehringhof ausgeschlossen hatte. Die genannten fünf sind unter den rund 50 Autoren, die in diesem Buch entweder über die 2010 so blutig gestoppte Gaza-Blockadebrecheraktion berichten oder allgemeine Texte zum Nahostkonflikt beisteuern.

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