Geld stinkt eben doch

Proteste begleiteten die letzte Hauptversammlung der Deutschen Bank unter Josef Ackermann

  • Von Hans-Gerd Öfinger, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ob Waffengeschäfte, Steuertricks oder Nahrungsmittelspekulation - auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank wurde es zur Sprache gebracht.

Als sich die Aktionäre der Deutschen Bank dem Messegelände näherten, wo am Donnerstag die Hauptversammlung 2012 stattfand, schlug ihnen ein penetranter Geruch von Schwein entgegen. Dafür hatte Gregor Böckelmann gesorgt, ein Veteran der Bankenproteste in der Mainmetropole. Mit der Initiative »Ordensleute für den Frieden« protestiert er seit gut zwei Jahrzehnten regelmäßig gegen das größte deutsche Geldhaus.

Diesmal hatte sich Böckelmann bei einem Bauernhof 20 Liter Schweinegülle besorgt, die er vor dem Messeeingang ausschüttete. Die Bank ließ ihn wegdrängen und versuchte, mit Bodenreinigungsmaschinen so gut wie möglich die braune Brühe aufzuwischen und den Gestank zu beseitigen. Böckelmanns Aktion hat einen tieferen Sinn. »Euer Geld stinkt doch«, heißt es auf einem Transparent - in Anlehnung an den Spruch »Pecunia non olet« (»Geld stinkt nicht«). »Die oberen zehn Prozent bereichern sich auf Kosten der unteren 80 Prozent«, bringt es de...


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