Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Zeichen für Nachhaltigkeit

Am Sonntag werden zu Fahrradsternfahrt und Umweltfestival Hunderttausende erwartet

Gemütlich die Avus entlangradeln, einmal im Jahr ist das in Berlin bei der Fahrradsternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ganz legal möglich. Allein schon diese Aussicht wird am kommenden Sonntag wieder zehntausende Fahrradfahrer auf eine der 19 Routen locken, die zum Teil weit aus dem Umland bis zum Brandenburger Tor führen.

Auf der Meile zwischen Tor und Großem Stern lädt der Umweltverband Grüne Liga unter dem Motto »Rio+20 - Umwelt leben« zum 17. Umweltfestival. Über 230 Aussteller zeigen dort die Möglichkeiten für den Weg zur »Green Economy«, also einer sozial und ökologischen Wirtschaftsweise. Dazu gibt es prominent besetzte Gesprächsrunden, ein Kinderprogramm mit Betreuung, eine Fotoausstellung und das internationale Schülerprojekt »Global Classroom« präsentiert sich. Beide Veranstaltungen, die nach eigenen Angaben jeweils die größten ihrer Art sind, beziehen sich auf den von der UNO bereits vor Jahrzehnten ausgerufenen »Tag der Umwelt« am 5. Juni.

»Wir wollen sichere Fahrradspuren auf den Hauptstraßen«, sagt Boris Schäfer-Bung vom ADFC. Die müssten nicht nur eingerichtet, sondern durch die Mitarbeiter der Ordnungsämter konsequent von rücksichtslos parkenden Autos freigehalten werden. »Auch bereits länger geplante Projekte für Fahrradstreifen, wie auf der Warschauer, der Danziger und der Müllerstraße sollen endlich umgesetzt werden«, fordert er. Für die Realisierung fehlten in der Verwaltung häufig die Mitarbeiter, auch die Abstimmung zwischen den betroffenen Ämtern sei sehr langwierig - jahrelange Verzögerungen sind die Folge. »Auch deswegen führen unsere Routen über die teuersten Straßen - die Autobahnen«, erklärt Schäfer-Bung.

Momentan investiert der Senat fünf Millionen Euro jährlich in den fahrradgerechten Straßenumbau, der ADFC fordert das Dreifache.

»Im Vorfeld des Erdgipfels in Rio de Janeiro war es uns wichtig, auf die Bedeutung von nachhaltigem Konsum und klimafreundlichen Innovationen hinzuweisen«, sagt Stefan Richter von der Grünen Liga über das diesjährige Motto des Umweltfestivals. Gezeigt wird die ganze Bandbreite von erneuerbaren Energien, Biolandbau, umweltfreundlicher Mobilität und vielem mehr. »Wir wollen mit dem Festival zeigen, wie es geht.«

Für »verheerend« hält Richter den »Rollback« beim vom Abgeordnetenhaus soeben verabschiedeten Vergabegesetz. Bei Beschaffungen unter 10 000 Euro werden ökologische Belange künftig faktisch keine Rolle mehr spielen. »Das haben wir bisher für nicht möglich gehalten, zumal wir die ursprüngliche Senatsvorlage für einen Fortschritt hielten«, so Richter.

Bundespolitisch soll es bei der Energiewende vorwärts gehen. Der neue Umweltminister Peter Altmaier (CDU) müsse schnell dafür sorgen, dass die Ziele von Bund und Ländern deckungsgleich werden. »Viele Stadtwerke haben momentan einen Investitionsstopp, der durch klare Vorgaben aufgelöst werden muss«, sagt Richter.

Infos zu den Veranstaltungen im Internet: www.umweltfestival.de; www.adfc-berlin.de Karte: adfc

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln