Große Liebe? Selbstbetrug!

Michaela Karl: »Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals«

  • Von Lilian-Astrid Geese
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Michaela Karls neustes Buch über Zelda und F. Scott Fitzgerald liest sich bei weitem nicht so unterhaltend und informativ wie die Biografie, die sie mit dem charmanten Titel »Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber« der spitzzüngig-frechen US-amerikanischen Kolumnistin Dorothy Parker gewidmet hatte. Mir ihrem Bericht über die Chronisten der Jazz-Ära, F. Scott Fitzgerald - »Der große Gatsby«, »Zärtlich ist die Nacht«, »Der letzte Tycoon« - und seine nicht minder begabte Frau Zelda - »Ein Walzer für mich« - verweilt Michaela Karl zeitlich und räumlich da, wo auch Dorothy Parkers Leben spielte: New York, Hollywood, Paris und immer wieder ein Hauch von US-Provinz, zwischen 1920 und den späten 1940er Jahren. Parker und die Fitzgeralds lebten den gleichen Glamour in einer Parallelwelt der Reichen, Schönen und kreativen Geister, die weder Prohibition, noch Weltwirtschaftskrise und Weltkriege tangierten.

Michaela Karl bemüht sich re...


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