• Reise
  • 10. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb

Nacht des Grauens

Manfred Heusler aus Salem

Der 58-jährige Maler wandert gern und erlebt unterwegs manchmal dolle Geschichten.

In Reiseführern steht nur Murks. Sie werden von geschäftstüchtigen Autoren dafür geschaffen, um arglose Touristen zu ebensolchen geschäftstüchtigen Wirten und Hoteliers zu lotsen. Und sie zu Sehenswürdigkeiten zu schleusen, wo man für teuer Geld Geschichte zu sehen bekommt, die sich höchstwahrscheinlich ganz anders zugetragen hat.

In jedem Jahr ziehe ich mit meinem Kumpel Paul los in irgendeinen Winkel der Welt. Wir meiden die einschlägigen Tourismusoasen und lassen uns einfach treiben. Paul ist, was Sprachkenntnisse anbetrifft, ein Genie. Ebenso regelmäßig rüstet uns seine Großtante Meta mit einem schönen Reiseführer aus. Sie sagt, dass so ein Buch nötig sei. Man dürfe ja nichts verpassen. Also bedanken wir uns artig und nehmen den Schmöker mit.

Drei Wochen Südfrankreich lagen hinter uns. Unser Heimweg führte uns über die Provence. Nie werde ich den Ortsnamen Gévaudan vergessen! Eines Abends bauten wir unser Zelt zwischen Steine...


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