Tastend auf den Steinen

»nd im Club«: Ökonomen auf der Suche nach neuen Wegen

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die marktradikalen Theoretiker sind durch die Krise blamiert. Was kann in dieser Situation eine neue wirtschaftswissenschaftliche Debatte aus der DDR-Erfahrung lernen? Ein Abend »nd im Club« mit Christa Luft, Klaus Steinitz, Günter Krause und Klaus Peter Kisker.

Wenn es darum geht, die »Situation der Wirtschaftswissenschaft« im Licht der Krise zu erläutern, dann fällt die Wahl der Instrumente leicht: Man nehme den größten verfügbaren Hammer! Gabriele Oertel, die als stellvertretende nd-Chefredakteurin am Mittwochabend die Veranstaltung in Berlin moderierte, zitierte dazu die Queen persönlich: Als die Monarchin nach dem Crash bei einem Besuch an der »London School of Economics« nachfragte, warum eigentlich niemand das Unheil kommen sah, blickten die Experten verlegen zu Boden - um später schriftlich zu bekennen, wohl den Kontakt zur Welt verloren zu haben.

Neoklassische Theorie am Abgrund

Solche Stellungnahmen häufen sich. Berühmtheit verdient hätte auch der Satz des großen US-amerikanischen Ökonomen James K. Galbraith: Alle Debatten, »die sich auf die konventionelle Wirtschaftswissenschaft stützen«, seien nunmehr evident »sinnlos«. Die Abgesänge auf die vor kurzem noch so hochmütige Öko...


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