Putzen gegen Rechts

Bürger und Bezirksamt Treptow-Köpenicks entfernen heute gemeinsam Nazipropaganda

  • Von Marina Mai
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bürger und Bezirksamt von Treptow-Köpenick wehren sich gegen die Vereinnahmung von Teilen ihres Bezirkes durch Rechte. Der Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) und ein überparteiliches Bündnis rufen dazu auf, heute gemeinsam in Johannisthal-Süd NPD-Propaganda zu entfernen.

In dem in den 1960er Jahren erbauten, sehr ruhigem Wohngebiet um die Springbornstraße, in dem hauptsächlich Rentner wohnen, darunter viele Akademiker, kleben mehrere hundert Aufkleber von NPD und anderen Naziorganisationen. Treffpunkt zum gemeinsamen Entfernen ist um 16.30 Uhr an der Bushaltestelle Lindhorstweg, wohin die Linien M 11 und M 160 führen.

Die Aktion findet unter Polizeischutz und mit einer Anwältin statt. Aus gutem Grund. Denn am 29. Mai wurden vier Jugendliche in Johannisthal-Süd beim Entfernen von Nazipropaganda von Rechten attackiert. »Zunächst beleidigte und bedrohte ein Mann in rotem NPD-T-Shirt die Betroffenen,« heißt es in einer Erkläru...


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