Knut Henkel, Chimbote 09.06.2012 / Politik

Fischen bis zur letzten Flosse

Peru setzt auf industrielle Fang- und Verarbeitungsmethoden - Bestände sind bedroht

Peru gehört zu den größten Fischereinationen weltweit. Jedes Jahr werden Millionen Tonnen Meerestiere aus dem Pazifik gezogen. Der Konflikt mit dem Nachbarland Chile über die Nichteinhaltung von Fangquoten ist exemplarisch für ein Grundproblem in allen Weltmeeren - die Überfischung.

Javier Castro ist ein erfahrener Fischer. Er kennt die Bucht von Chimbote schon lange, erinnert sich noch daran, als hier Seezunge, Meerbarbe und andere Edelfische gefangen wurden. »Heute wird hier nichts mehr gefangen. Die Bucht ist klinisch tot. Die Einleitung von Abwässern ist der eine Grund, der andere die Überfischung«, klagt der Gewerkschaftsfunktionär und deutet auf die Fangflotte, die in der Bucht von Chimbote vor Anker liegt.

Etliche Dutzend Schiffe unterschiedlicher Größe sind es, die nur darauf warten, dass die zuständige Abteilung im Produktionsministerium die Quoten freigibt, damit die überdimensionierte Flotte Perus größten Hafen verlassen kann, um die Netze auszulegen und Anchovis, Makrelen und Co. en gros aus dem Meer zu ziehen. Fisch ist die zweitwichtigste Einnahmequelle für die Wirtschaft des südamerikanischen Landes.

In der Fischregion wird der Fisch knapp

Um die Zukunft der Fischerei sorgt sich Javier Cast...

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