Braunen Wahlerfolgen auf der Spur

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Thüringer Wissenschaftler erforschen, unter welchen Bedingungen sich rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung entwickeln und verfestigen. Sie wollen einen Leitfaden erstellen, der Kommunen im Kampf gegen Neonazis helfen soll.

Auf den ersten Blick klingt es nach einem Widerspruch: Bei der letzten Thüringer Landtagswahl im Jahr 2009 holte die rechtsextreme NPD in Saalfeld mit 6,3 Prozent ihr landesweit stärkstes Ergebnis. Dabei hatte die Partei in der knapp 27 000 Einwohner zählenden Kleinstadt damals kaum Mitglieder und noch nicht einmal eine eigene Internetseite. Ganz anders dagegen die Situation im fast vier Mal so großen Jena. Dort besitzt die NPD nicht nur eine deutlich stabilere Struktur sondern trat in der Vergangenheit wiederholt mit größeren Veranstaltungen wie dem »Fest der Völker«, einem europaweit bekannten Rechtsrock-Festival, öffentlichkeitswirksam in Erscheinung. Gebracht hat den Neonazis dieses offensive Auftreten allerdings nicht viel. Bei der Landtagswahl holten die Rechtsextremen in Jena thüringenweit ihr schlechtestes Ergebnis. Eine Gruppe von Soziologen der Universität in Jena möchte nun herausfinden, wie sich dies...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.