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Bonobo-Genom entziffert

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Den beiden jugendlichen Bonobos in einem Nationalpark unweit von Kinshasa (DR Kongo) dürfte es egal sein, ob sich ihr Erbgut mehr von dem des Menschen oder dem anderer Menschenaffen unterscheidet. Doch für Biologen und Mediziner ist die Entzifferung des Genoms des Bonobo-Weibchens Ulindi aus dem Zoo Leipzig von einigem Interesse. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie berichtet im Fachjournal »Nature« (DOI: 10.1038/nature11128) über einen ersten Vergleich des Bonobo-Genoms mit dem von Schimpansen und Menschen. Das überraschende Ergebnis: Genetisch ähneln die Bonobos in einem kleinen Bereich von drei Prozent dem Menschen mehr als dem Schimpansen. Die Forscher vermuten deshalb, dass sich Bonobos und Schimpansen sehr früh räumlich voneinander getrennt haben.

Schimpansen und Bonobos unterscheiden sich stark in ihrem Verhalten. Während Schimpansen in Äquatorialafrika weit verbreitet sind, leben Bonobos ausschließlich südlich des durch den vor 1,5 bis 2,5 Millionen Jahren entstandenen Kongoflusses. Unter männlichen Schimpansen gibt es häufig aggressive Rangkämpfe, sie kooperieren aber miteinander, um ihren Lebensraum zu verteidigen und andere Gruppen zu bekämpfen. Dies alles ist bei Bonobo-Männchen, die ihren Weibchen untergeordnet sind, nicht üblich. Zudem gelten Bonobos als verspielt und haben auch unabhängig von der Fortpflanzung ein sehr aktives Sexualleben.

Das Erbgut der beiden anderen Menschenaffenarten - Gorilla und Orang-Utan - wurde bereits früher entziffert. Die genetischen Unterschiede der beiden großen Menschenaffenarten zum Menschen sind größer als bei Bonobos und Schimpansen. nd

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