Julia Bonk 16.06.2012 / Debatte

Für Deutschland jubeln? Lieber nicht!

Julia Bonk (26) ist Mitglied der Linksfraktion im sächsischen Landtag und des Bundesvorstandes der LINKEN. Sie war Mitinitiatorin der Kampagne »Nein zum Deutschlandhype« zur Fußball-WM 2006.

Dieser Tage wollen viele gern einfach feiern und verneinen einen politischen Charakter beim Fußball. Aber was heißt eigentlich »für Deutschland jubeln«? Für ein ausgrenzendes Bildungswesen, das 20 Prozent funktionale Analphabet/innen aufweist, für einen sich ausweitenden Niedriglohnsektor, für Armut und sozialen Abstieg, für die Aufrechterhaltung eines Wirtschaftsmodells, das globale Ungerechtigkeiten schafft und für fehlende demokratische Mitbestimmung? Wohl kaum.

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