»Unsinnig und katastrophal«

Göttinger Protest gegen Betreuungsgeld

  • Von Kai Böhne, Göttingen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Göttingen belegt beim Kita-Ausbau bundesweit einen Spitzenplatz. In einer Resolution protestieren Stadtvertreter jetzt gegen die Pläne der Bundesregierung für ein Betreuungsgeld.

Das Betreuungsgeld ist als Familienleistung aus bildungs-, gleichstellungs- und familienpolitischer Sicht »unsinnig bis katastrophal«, sagt Michael Höfer, Geschäftsführer des Göttinger Vereins Kinderhaus: »Die Milliarden, die dafür ausgegeben werden sollen, fehlen den Kommunen letztlich beim qualitätsvollen Ausbau ihrer Kitas.«

Der Kinderhaus e.V. wurde 1981 als Initiative von Eltern und Erzieherinnen gegründet, um Alternativen und zusätzliche Angebote zu den herkömmlichen Regeleinrichtungen im niedersächsischen Göttingen zu schaffen. Der Verein Kinderhaus betreibt und leitet diverse Krippen, Kindertagesstätten und Horte im Stadtgebiet. Seit 2001 ist er Kooperationspartner für die »Verlässliche Grundschule« in Göttingen.

500 000 Euro für die Stadt

Höfer sitzt für Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Göttinger Stadtrat. Anlass seiner harschen Kritik ist der Ärger über das politische Gezerre in Berlin um das von Bundesfamilienministe...


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