Der Schatz am Monte Kaolino

Beim bayerischen Hirschau wird Porzellanerde abgebaut - doch das Ende ist absehbar

  • Von André Jahnke, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Als weißes Gold wird Kaolin bezeichnet. Für die hochwertige Porzellanindustrie und in der Papierproduktion ist das Industriemineral unverzichtbar. In der Oberpfalz gibt es eines der bedeutendsten Abbaugebiete für Kaolin - nicht nur innerhalb Bayerns.

Hirschau/Schnaittenbach. Der Blick vom 150 Meter hohen Quarzsandberg Monte Kaolino im oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach ist gewaltig. In der Senke vor den Orten Hirschau und Schnaittenbach klaffen vier riesige mehrere hundert Meter lange und 70 Meter tiefe Abbaugruben. Dazwischen breiten sich kleinere Wälder und Strauchflächen aus, unterbrochen von Tümpeln, gefüllt mit grün, blau und bräunlich schimmerndem Wasser. In dieser Kraterlandschaft werden die Mineralien Quarzsand, Feldspat und das weiße Gold der Oberpfalz, Kaolin, abgebaut - auch Porzellanerde genannt.

Stumpfe Baggerzähne

»Kaolin ist unverzichtbar für die Papier- und Porzellanindustrie«, erläutert der Vertriebsleiter der Amberger Kaolinwerke, Markus Lex. Es mache Papier weiß, glänzend und bedruckbar. So wird das Industriemineral insbesondere für Hochglanzbroschüren, Kataloge und bildreiche Magazine und Zeitschriften benötigt. Bei der Porzellanherstellung werden ...


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