Michael Bartsch, Dresden 16.06.2012 / Politik

Bildungsnotstand in Sachsen

Lehrer protestieren - Politik wiegelt ab

Jahrelang hat Sachsens Staatsregierung Prognosen zum Lehrermangel ignoriert. Jetzt häufen sich alarmierende Hinweise auf einen chaotischen Schuljahresbeginn im Herbst.

Es muss wirklich etwas passiert sein, wenn sich Frank Haubitz, Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen und bislang kein Rebell, so erschüttert vor der Presse äußert. In diesen Tagen muss der Schulleiter den Eltern erklären, warum er aus fünf achten Klassen vier machen muss, damit im kommenden Schuljahr die Unterrichtsversorgung überhaupt noch gewährleistet werden kann. Und das an einem Gymnasium der Landeshauptstadt Dresden!

Bei sächsischen Grundschulen hat man sich fast schon daran gewöhnt, permanent am Limit zu fahren. »Das funktioniert nur noch dank Freiarbeit«, sagt eine Klassenleiterin. »Mit herkömmlichem Frontalunterricht wäre das System schon zusammengebrochen!«

Stammelnde Ministerin

Was ist los im Bildungs-Musterland Sachsen? Gegen Ende des Schuljahres schrillen immer häufiger die Alarmglocken. Die erst im April für den zurückgetretenen Roland Wöller berufene Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) sitzt wie im...

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