Angst vor Blase bei US-Staatsanleihen

Einige Regierungen müssen Anlegern kaum noch Zinsen zahlen - Käufer suchen Sicherheit

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Käufer von US-Staatsanleihen erleiden schon seit längerem Verluste. Die Rendite liegt deutlich unter der Inflation. Und sie sinkt weiter. Bildet sich hier die nächste Finanzblase?

Die Schulden der USA sind eine schlechte Investition. Bei der Platzierung von Staatsanleihen konnte zuletzt eine Rendite von 1,17 Prozent oder weniger erzielt werden. Berücksichtigt man die Inflation, werden mit den Papieren derzeit Verluste gemacht. Trotzdem greifen Investoren unvermindert zu. Für einige Finanzmanager stellt sich die Frage, ob nicht gerade eine neue Blase entsteht. »Anleihen waren über einen langen Zeitraum die sichere Alternative«, erläutert Peter Kendall von der Elliott Wave Financial Forecast. »Aber jetzt stellen sie nur noch einen überkauften Markt dar.«

Vor fünf Jahren dachten die meisten Investoren, dass Immobilienpreise immer weiter steigen würden. Und setzten etwa auf hypothekarisch gesicherte Wertpapiere. Als die Blase platzte und die Preise fielen, saßen Millionen Anleger auf ihren wertlosen Papieren. Dies führte wiederum zu einem Schrumpfprozess bei Investitionen, da vielen schlicht das Geld ausging.

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