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Kampfansage an die »Grüne Wirtschaft«

Soziale Bewegungen beharren beim »People's Summit« auf ihrer Interpretation eines widersprüchlichen Konzepts

  • Von Andreas Behn, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Was bedeutet »Grüne Wirtschaft«? In Rio gibt es drei Ansätze: globale Umweltschutzverpflichtungen, Technologietransfer und Naturausbeutung.

»Die ›Grüne Wirtschaft‹ entzweit reiche und arme Länder«, titelte eine große brasilianische Zeitung kurz vor dem Eintreffen der Staats- und Regierungschefs zum UN-Gipfel »Rio+20«. Neben vielen anderen Streitpunkten bei der Formulierung des Abschlussdokuments der Konferenz über Nachhaltige Entwicklung ist das Konzept der »Green Economy« aus Sicht von Umweltgruppen und sozialen Bewegungen das größte Problem. Der Begriff geht auf eine Studie des UN-Umweltprogramms (UNEP) von 2011 zurück, die nachzuweisen versucht, dass die drei Säulen der Nachhaltigkeit errichtet werden können: Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Allerdings bleibt das Konzept an vielen Stellen derart unkonkret, dass je nach Interessenlage völlig unterschiedliche Maßnahmen und Entwicklungswege damit gerechtfertigt werden können.

So sehen Industriestaaten darin einen guten Entwurf, um mittels moderner Technologien effektiven Umweltschutz auch im...


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