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Jauchs Firma

Kommentar von Jürgen Amendt

Was würden wir als Arbeitnehmer sagen, wenn von der Personalabteilung folgendes Urteil über uns gefällt würde: Herr X. bzw. Frau Y. sollte dringend an seiner Gesprächsführung arbeiten, er oder sie polarisiere unnötig und schüre die Verdrossenheit der Kunden. Nun, wir würden dies als deftige Kritik empfinden und wären wohl berechtigt besorgt um unseren Arbeitsplatz. Der vorliegende Fall ist allerdings etwas anders gelagert. Der heftig Gescholtene ist selbst der Chef und die, die ihn kritisieren, sind die Abnehmer seiner Dienstleistung. Günther Jauch, der derzeit zusammen mit seinen Talkshow-Kollegen und -Kolleginnen vom Programmbeirat der ARD angezählt wird, ist kein Angestellter des Ersten, er produziert zusammen mit seiner Firma die Talkshow, die jetzt in die Kritik geraten ist.

Die Kritik des Programmbeirats ist insofern ein stumpfes Schwert, denn kündigen wie einem Angestellten kann man Jauch nicht. Seine Firma hat einen Vertrag mit dem WDR. Mehr als zehn Millionen Euro bekommt der Talkmaster dafür jährlich vom Sender überwiesen. Jauch würde sich als schlechter Geschäftsmann erweisen, wenn er das Vertragswerk so verfasst hätte, dass seinem Vertragspartner die Aufkündigung der Zusammenarbeit allzu leicht gemacht wird.

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