Werbung

Streit mit Iran bleibt ungelöst

Kein Durchbruch bei Verhandlungen in Moskau

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Streit um das Atomprogramm Irans bleibt nach zweitägigen Verhandlungen in Moskau ungelöst. Zwischen den Positionen der Kontrahenten gebe es »bedeutende Lücken«, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Dienstagabend nach Ende der Gespräche.

Moskau (AFP/dpa/nd). Die Moskauer Gespräche der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit Teheran seien »hart und eindeutig« gewesen, sagte Catherine Ashton. Die Weltmächte hätten ihre Forderungen wiederholt, wonach Iran die Urananreicherung auf 20 Prozent stoppen, das bereits vorhandene Material außer Landes bringen und die Atomanlage Fordo schließen soll. Teheran müsse »konkrete vertrauensbildende Schritte« unternehmen und die Sorgen der internationalen Gemeinschaft ernst nehmen, sagte Ashton. Sie räumte ein, dass Iran zum ersten Mal auf die Substanz der Krise eingegangen sei, doch sei noch ein weiter Weg zu gehen.

Der iranische Atomunterhändler Said Dschalili erklärte nach den Gesprächen, sein Land wolle das Recht garantiert bekommen, Uran zu friedlichen Zwecken »auf jegliches Niveau« anzureichern. Zugleich sprach Dschalili von »realistischeren« Gesprächen als bei vorherigen Runden. Die Verhandlungsgegner seines Landes stünden nun aber vor der Wahl, aus einem drohenden Stillstand bei den Gesprächen herauszufinden und sich zu einer Zusammenarbeit mit Iran bereit zu zeigen. Ein »falscher Schritt« werde eine »angemessene Antwort« Irans zur Folge haben, warnte Dschalili.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle versicherte, Ziel sei weiterhin eine politische und diplomatische Lösung, weshalb die Doppelstrategie aus Verhandlungen und Sanktionen fortgesetzt werde. Sein französischer Kollege Laurent Fabius forderte derweil, den Druck auf Iran zu erhöhen. So müsse die Europäische Union ab dem 1. Juli das im Januar beschlossene Embargo für den Import iranischen Erdöls »voll umsetzen«.

Am Rande des G20-Gipfels in Mexiko hatte die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, Iran habe das Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie, müsse jedoch ernsthafte Anstrengungen unternehmen, um Vertrauen herzustellen, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

In Moskau wurde für den 3. Juli ein neues Treffen auf Expertenebene in Istanbul vereinbart. Geprüft werden soll, mit welchen Konzessionen die verhärteten Positionen angenähert werden könnten.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!