Ein Netzwerk mit eklatanten Unwahrscheinlichkeiten

Angaben der »Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in London werden häufig für bare Münze genommen - zu häufig

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wenn es in den deutschen Medien um Syrien geht, taucht in diesen Tagen sehr oft eine »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in London als Quelle auf. Doch blindes Vertrauen in deren Glaubwürdigkeit ist höchst unangebracht. Das haben nd-Recherchen im Umfeld der »Beobachtungsstelle« ergeben.

Als die Sprache auf den anderen kommt, jenen in London, beginnt Rami Abdel Rahman am Telefon verzweifelt zu klingen: »Dieser Mann spricht nicht für uns«, sagt er in einem Englisch, dass auch nach Jahren in Großbritannien noch gebrochen ist, »er sagt nicht unsere Meinung. Unsere Organisation ist nur dazu da, einen Überblick über die Lage in Syrien zu geben - für nichts weiter.«

Seine Organisation nennt sich »Syrian Observatory for Human Rights«, zu deutsch »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« und verbreitet Tag für Tag über das Internet englische und arabische Nachrichten über die aktuelle Lage in Syrien, die, so behauptet Abdel Rahman, von 200 Freiwilligen gesammelt werden. Inzwischen ist die Organisation zu einer beliebten Quelle der deutschen Medien geworden, während vor allem Russlands Regierung, aber auch viele Blogger, Abdel Rahman vorwerfen, nur ein einfacher Ladenbesitzer in der südenglischen Großstadt Coventry zu...

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