Manchmal versteht man nur »Bahnhof«

Studie beklagt unverständliche Verbraucherinformationen

  • Von Mechthild Henneke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ob es die Inhaltsstoffe auf dem Joghurtbecher sind, oder die Geschäftsbedingungen einer Versicherung: Wer sich für das Kleingedruckte interessiert, stößt heutzutage schnell an seine Grenzen.

Eine kürzlich vorgelegte Forsa-Studie befand, dass vor allem ältere Menschen über 60 sich häufig überfordert fühlen. Vor allem Beipackzettel und Erläuterungen von Ver- sicherern zu ihren Produkten sind für die Befragten ein Buch mit sieben Siegeln. Ironie des Schicksals, dass die Studie ausgerechnet von der Ergo-Versicherung in Auftrag gegeben wurde.

Insgesamt 2600 volljährige Bürger befragte Forsa Ende vergangenen Jahres dazu, was sie denn Produktinfos entnehmen können. Ob Geldanlagen, Lebensmittel, Medizin, Mobilfunk, Steuern, Strom oder Versicherungen - die Meinungsforscher interessierten sich für die unterschiedlichsten Bereiche. Und sammelten haufenweise Klagen über das heute gängige Produkt-Kauderwelsch und Wortungetüme wie »Obliegenheitsverletzung«, »Beitragserhaltungsgarantie« oder »Thrombozytenaggregationshemmer«.

»Jedem dritten Bürger begegnen im Alltag häufig schwer verständliche Informationen«, lautet das kritische Fa...


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